Für Ungeduldige: In nur acht Schritten zur freien Rede.

„Aber ganz oben sagen sie, wir sind jetzt zu 100 % agil…

… dabei diskutieren wir hier noch darüber, ob wir überhaupt eine Demo brauchen.“

So schreibt mir gerade ein sehr erfahrener Agiler Coach aus einem Großunternehmen. Und ja, er ist etwas frustriert. Oder soll ich lieber schreiben: angep…

Es ist schon spannend, was alles ins Feld geführt wird, wenn sich einzelne Mitarbeiter und Führungskräfte schlicht nicht aus ihrer Komfortzone bewegen wollen…

  • Was ist das denn überhaupt, dieses agil? Das ist doch nur alter Wein in neuen Schläuchen, oder?
  • Sind wir dann schneller? Sonst macht es ja keinen Sinn.
  • Kann ich dann Mitarbeiter einsparen? Nein? Na dann.
  • Geht das denn überhaupt mit jedem Projekt? 
  • Wollen wir es nicht erstmal an einem Projekt testen, das sowieso gerade vor die Wand fährt? 
  • Für unsere Abteilung ist das nix.
  • Wozu denn ein tägliches Daily? Reicht nicht unser Jour fixe einmal pro Woche?
  • Soll ich bei der Demo vielleicht auch noch klatschen, dafür, dass das Team einfach seinen Job macht?
  • Wie? Ich kann nicht mehr täglich einen Status bekommen, was mein Team gerade macht? Ja, um Himmels willen, wenn da ein Fehler passiert, erfahre ich das erst nach zwei Wochen. Das geht auf gar keinen Fall.
  • Ich möchte nicht agil arbeiten, da sagt mir ja keiner mehr, was ich tun soll und wie.
  • Ich möchte nicht, dass jeder sieht, woran ich gerade arbeite.
  • Nein, ich will mein Wissen nicht teilen, dafür habe ich jahrelang gearbeitet.

Wie begegnest Du solchen Einwänden?

Variante 1: Ruhe bewahren und Verständnis zeigen

„Ich kann Sie so gut verstehen. Das mit dem >>Kritikpunkt nach Belieben einfügen<< habe ich auch gedacht. Heute sehe ich das anders. Ich habe mich intensiv mit der agilen Transformation auseinandergesetzt, Best practices studiert, mit unzähligen anderen Unternehmen gesprochen und bin begeistert von den Vorteilen. Geben Sie mir bitte ein paar Minuten, dann zeige ich Ihnen, was das Großartige an der Methode und wie jeder einzelne und das gesamte Unternehmen davon profitieren kann.“ 

Variante 2: Einfach mal mit der Faust auf den Tisch hauen:

„So, jetzt reicht es. Wir haben mittlerweile tausende von Mannstunden verbrannt, um darüber zu diskutieren, ob wir eine Demo brauchen. Wie wäre es, wir führen einfach mal eine Etappe lang Konklave, Sprintplanung, Dailies, Demos und Retros durch, wie es in der agilen Welt vorgesehen ist? – Nicht labern, machen!“

Welche Variante wählst Du?

Beide Varianten setzen voraus, dass Du weißt, was Du sagst und das auch klar und deutlich kommunizierst. Die Emotion dahinter ist unterschiedlich. Die Intention ist jedoch die Gleiche: Es soll endlich vorangehen.

Die Autorin

Melanie Kuhlmann ist Diplom-Betriebswirtin, Business Coach (DVCT) und zertifizierter Reiss  und LUXX Profile Master für Motivprofilanalyse. Sie lebt mit ihrer Familie in Fürstenfeldbruck bei München.

Sie ist Autorin zahlreicher Lehrgänge zum Thema Visualisierung, Präsentieren und Change Management.

Melanie Kuhlmann leitet Entwicklungsprogramme für (Nachwuchs-) Führungskräfte, betreut Manager in der Entwicklung ihrer sozialen und kommunikativen Kompetenzen, führt Präsentationsworkshops und -trainings durch. Darüber hinaus berät sie Unternehmen in der Konzeption und Gestaltung von PowerPoint-Präsentationen. In den letzten 18 Jahren hat sie mehr als 1.000 Projekte in über 15 Branchen betreut. Zu ihren Seminarteilnehmern zählen Mitarbeiter aus Unternehmen von A wie Asset Management über Chemie, Maschinenbau, Pharma, Versicherungen und Wirtschaftsprüfung bis hin zu Z wie Zulieferer der Automobilindustrie.

Referenzen im Präsentations-Coaching

1 & 1 Internet AG, Montabaur
almeda GmbH, München
BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen
badenova AG und Co. KG
BayWa AG, München
Bildungswerk Badenwürttemberg
Contool AG, St. Gallen
CorpusSireo, Heusenstamm
DIS AG, Heidelberg
EuropAssistance, München
Generali Versicherungen, München
HypoVereinsbank (UniCredit) AG, München
Johnson & Johnson, Düsseldorf

Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm
Management Circle AG, Eschborn
Münchener Rückversicherung AG
Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Proventis GmbH, München
TCW Unternehmensberatung, München
Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen
United Internet Media AG, Montabaur
Valeo Schalter- und Sensoren-GmbH
Volksbank Gießen, Gießen
Volksfürsorge, Hamburg
Walt Disney Company (Germany) GmbH

„Das Präsentationsseminar von Melanie Kuhlmann hebt sich positiv vom allgemeinen Seminareinerlei ab. In lockerer Atmosphäre wechseln sich in kleinem Kreis Ausbildung, praxisnahe Übungen und Feedback ab.“

Ralf Kleinschroth , Manager Investor Relations, Münchener Rückversicherungs AG, München

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